von der ALF geförderte Projekte von Mitgliedern

Berber Panjur – Monologue in the Dark

setzt sich mit der Rolle von Tradition in unserer heutigen urbanen Gesellschaft auseinander. Ausgehend von dieser Idee entwickeln Künstler aus Dortmund und Istanbul Konzepte zum Thema Tradition in den Bereichen Video, Tanz, Performance und Multimedia. Den Auftakt der Untersuchung machen die Video-Künstler, einer in Dortmund, einer in Istanbul sammeln sie Aufnahmen zum Thema und fertigen ihr 60minütiges filmisches Konzept. Davon ausgehend entwickeln die Choreografin, die Tänzer und Performer und der Musiker ihre Ansätze. Aus diesen Ideen ihrerseits wird, unter Beibehaltung ihrer Charakteristika, eine ca. 90 min. Performance-Collage erstellt. So kombiniert, entsteht ein interdisziplinäres, multi-mediales Projekt, das verschiedenste Ansichten auf das Thema Tradition nebeneinander stellt, und somit verschiedenste Zugänge zum Thema ermöglicht.

Partner in Istanbul ist die künstlerische Leitung des AMBER Festivals, Emkel Ertan (Medienkünstler) und Özlem Alkis (Choreografin).
Die Aufführungen zum Projekt mit dem Titel LUNA PARK finden in Istanbul, Türkei, und Dortmund, Deutschland, statt.

www.artscenico.de

Projekt “Leaving Places – Shaping Places” 2007/2008

“Leaving Places – Shaping Places war ein deutsch-polnisch-isrealisch-türkischer Studierendenaustausch, der seinen Fokus auf Exil, Migration und Zufluchtsorte im 20. Jahrhundert gelegt hat. Das Projekt hat die Rolle der vier teilnehmenden Länder während der Migrationsbewegungen in den Zeiten ideologischer Verfolgung untersucht. Darüber hinaus hat das Projekt analysiert, wie Migrationsgesellschaften zur Entwicklung der „aufnehmenden“ Gesellschaften beitragen und wie sie die multikulturelle Landschaft in den Projektstädten gestalten.

Ausgangspunkt des Projektes ist die Rolle der Türkei als Refugium für Flüchtlinge vor dem Naziregime, die Alliierten und deutschen Widerstandsgruppen während des zweiten Weltkrieges. Dieses eröffnet gleichzeitig den Blick auf eine weniger bekannte historische Rolle der Türkei im Kontext der Debatte um das „europäische“ in der Türkei. Von dort ausgehend, werden sich die Projektteilnehmer auch mit weiteren Eckpfeilern der Migrationsbewegungen von und nach Deutschland, Polen, Israel und der Türkei im 20. Jahrhundert beschäftigen.

Mit der großzügigen Unterstützung der „Euro-mediterranen Anna-Lindh-Stiftung für den Dialog zwischen den Kulturen“ (ALS). Projektpartner aus dem ALS-Netzwerk waren die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, Polen, die Sabanci Universität, Türkei, die Hebräische Universität, Israel und die Ülkümen-Sarfat-Gesellschaft e.V.

Projekt „Model International Criminal Court“ als Side-Event der UNESCO Dekadenkonferenz für Bildung und nachhaltige Entwicklung, 2009

2009 fand in Bonn die UNESCO Dekadenkonferenz für Bildung und nachhaltige Entwicklung statt. Die Kreisau-Initiative Berlin e.V. stellte im Rahmen eines offiziellen Side-Events ihr trinationales Projekt „Model International Criminal Court“ (MICC School) vor. Die Simulation des Internationalen Strafgerichtshofs (MICC School) richtet sich an Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer. Ziel ist es, Menschenrechtserziehung in Schulen zu unterstützen sowie den interkulturellen Dialog und die gegenseitige Verständigung zu fördern.

Das Herzstück der Simulation in Bonn waren die Abschlussplädoyers von historischen Fällen, die vor internationalen Tribunalen gehört wurden. Die Simulation wurde von den teilnehmenden Schulen vorbereitet. Die Schülerinnen und Schüler wurden in Teams eingeteilt und bereiteten ihre Plädoyers und Strategien in einem Online-Forum vor, bevor sie nach Bonn kamen. MICC School brachte junge Menschen vom Roberts College Istanbul, Türkei, dem Liceum XIV LO Wroclaw, Polen und dem Friedrich-Ebert-Gymnasium Bonn, Deutschland zusammen.

www.kreisau.de

Das Long-Term Program “research-based art”

Das Long-Term Programm “research-based art” wurde vom Projektbüro “radius of art” (Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein) mit Kunsthochschulen und -einrichtungen in Beirut, Belfast, Istanbul, Kiel, Lissabon und Ramallah entwickelt. Ziel ist der Aufbau einer langfristigen Partnerschaft mit dem Schwerpunkt auf künstlerischer Forschung, vor allem im Kontext interkulturellen Austauschs. Der Ansatz “art-based research” begreift und untersucht Kunst als eine Form der Forschung mit starkem gesellschaftlichem Interventionspotential. Während des Programms werden zehn junge KünstlerInnen Artist-in-Residence Aufenthalte an den beteiligten Lokalitäten verbringen: Ihr Fokus wird dabei auf der Reflektion des jeweiligen sozialen und politischen Kontexts liegen. Themen, die für den gesamten euro-mediterranen Raum relevant sind, werden thematisiert, darunter kulturelles Erbe und Gedächtnis, Gender- und Queerfragen, Identität, Migration, Ko-Existenz und Demokratie. Die Arbeiten der KünstlerInnen werden in einer Ausstellungsreihe in Lissabon sowie an den Residency-Orten der Öffentlichkeit vorgestellt.  Die Kooperation dient weiterhin der Entwicklung eines Konzepts für einen gemeinsamen Aufbaustudiengang, der das Konzept von Kunst als Forschung und ihr Potential für Vermittlung im Interkulturellen Dialog aufgreift. Ein besonderer Fokus des Programms liegt außerdem auf der Integration und Unterstützung der International Academy of Art Palestine durch die Einbindung in Netzwerke und Kooperationen.

Short-Term Projekt „Partnerschaften Kiel – Palästina“

Dreimal Besuch aus Palästina gab es im Herbst 2009 auf Einladung des Projektbüros „radius of art“ in Kiel. Zu Gast waren zunächst Schauspielstudierende des Freedom Theater aus Jenin, die in Kiel das Stück „Fragments of Palestine“ zeigten und an einem Workshop mit der Jugendtheatergruppe des Vereins Kiel Creartiv teilnahmen. Der Jugendchor des Barenboim-Said Music Centers in Ramallah verbrachte eine intensive musikalische Woche mit Mitgliedern des Kinder- und Jugendchors an der Oper Kiel: Die Begegnung endete mit einem arabisch- deutschen Konzert vor mehr als 600 Besuchern. Der palästinensische Künstler Jawad Al Malhi führte im Flüchtlingslager Shufat (Ost-Jerusalem) mehrere Workshops zum Thema „Heimat“ durch und kam dann nach Kiel, um ähnlich arbeitende Jugendliche zu besuchen und eine gemeinsame Ausstellung im Kieler Rathaus vorzubereiten.

Das Projekt „Partnerschaften Kiel – Palästina“ richtete sich mit den drei kulturpädagogischen Begegnungen gleichermaßen an Jugendliche und junge Erwachsene, Pädagogen, Künstler und Multiplier und die interessierte Öffentlichkeit in Schleswig-Holstein sowie den palästinensischen Gebieten (Ramallah, Jenin, Ost-Jerusalem). Ziel der Kooperation und des inhaltlichen Austausches war eine Differenzierung der gegenseitigen kulturellen Festschreibungen und Sichtweisen. Musik, Theater und Bildende Kunst schafften dabei die gemeinsame Basis für eine offene und gleichberechtigte Auseinandersetzung jenseits medialer Zerrbilder und eröffneten Räume für die Erforschung der unterschiedlichen kulturellen Hintergründe. Zudem bildeten die Partnerschaften einen stabilen Rahmen für wechselseitigen Jugenddialog und -austausch auf hohem künstlerischen Standard.

www.radius-of-art.de

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