„Arabellion?“ – Jugendprotestbewegungen in nordafr. Metropolen am 19.03. in Bonn

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Freunde der Deutsch-Maghrebinischen Gesellschaft,

das Aufbegehren der Bevölkerung in den Großstädten Tunesiens, Ägyptens und in anderen Ländern der Region hat unser aller Aufmerksamkeit gefunden, Schnell haben die Medien Sammelbegriffe wie „Arabellion“ oder „Arabischer Frühling“ geprägt, obwohl sich die Verhältnisse in den betroffenen Ländern völlig unterschiedlich weiter entwickelt haben.

Diese Revolten waren aber nicht das erste Aufbegehren in der Region.
Tunis, Kairo, Algier, Casablanca und andere großen Städte des Maghreb und Nordafrikas waren im Verlauf der jüngeren Geschichte immer wieder Orte von Widerstand und Protest gegen Ungerechtigkeit, Willkür, Armut und Ausgrenzung.

Frühe Beispiele dafür sind die „Brotunruhen“ in den 1980er Jahren, der Protest gegen die Spardiktate des Internationalen Währungsfonds in den 1990er Jahren, oder die Entstehung neuer Subkulturen seit der Jahrtausendwende.

Jugendliche waren und sind dabei meist die wichtigsten Akteure.
Sie waren die Hauptinitiatoren des arabischen Frühlings und trugen maßgeblich dazu bei, dass sich die Bewegung 2011 zu einer länderübergreifenden Massenbewegung entwickelte. Dieser Kampf der Jugendlichen für die Verwirklichung individueller und kollektiver Utopien hat unterschiedliche Formen und Facetten: Neben der direkten Auseinandersetzung mit dem repressiven Staatsapparat zählen indirekte, oft subversive Ausdrucksformen wie Straßenmusik, Graffiti, Parcours und “Rumhängen“ zu den beliebtesten Taktiken, mit denen Jugendliche die herrschenden Regime herausfordern.

Die Deutsch-Maghrebinische Gesellschaft möchte ihren Mitgliedern und Freunden mit dieser Veranstaltung ein Angebot machen, sich mit der komplexen politischen Situation etwas intensiver zu beschäftigen, um sie besser verstehen zu können.

Wir laden sie deshalb ein zu einer Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussion zum Thema:

„Arabellion?“ – Jugendprotestbewegungen in nordafrikanischen Metropolen

Wir freuen uns, dass Professor Dr. Rachid Ouaissa, Leiter des Lehrstuhls „Politik des Nahen und Mittleren Ostens“ am Centrum für Nah- und Mittelost- Studien (CNMS) der Philipps-Universität Marburg, als Referent zur Verfügung stehen wird. Er befasst sich zurzeit mit der Dynamik islamistischer Bewegungen, der EU-Mittelmeerpolitik sowie mit Herrschaftssystemen im Nahen und Mittleren Osten. Als gebürtiger Algerier kann er uns sicherlich einen authentischen Einblick in die besonderen Umstände der Region vermitteln.

Termin: Mittwoch, 19.03.2014, 18:00 Uhr

in den Räumen der Volkshochschule Bad Godesberg,

Michaelplatz 5, 53177 Bonn, Raum 02

(City-Terrassen, über REWE-Center)

(Einladung in der Anlage)

Wir würden uns freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu können.
Gerne können Sie die Einladung auch an Freunde und Bekannte weitergeben.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Reimar von Mutius / Vorsitzender
Wolfgang Engel / Geschäftsführer

Deutsch-Maghrebinische Gesellschaft

Einladung 19-03 Jugend u Arabellion.pdf

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