„Yallah! Jugend und politische Teilhabe in Nordafrika Wissenschaft trifft Praxis“ am 25.03.2015 in Berlin

Junge Menschen in Nordafrika und dem Nahen Osten sind heute trotz ihrer entscheidenden Rolle in den Protestbewegungen des „Arabischen Frühlings“ kaum oder gar nicht in den neuen politischen Institutionen, Parteien und Entscheidungsprozessen vertreten.
Das gilt auch für Länder wie Ägypten, Libyen und Tunesien, in denen die alten Regime gestürzt wurden. Für die Zukunft Nordafrikas und die weitere Gestaltung der Transformationsprozesse wird jedoch gerade die Teilhabe der jungen Generation entscheidend sein.
Die junge Generation sieht sich mit zahlreichen Problemen und Herausforderungen konfrontiert, an denen sich auch durch die Umbrüche der letzten Jahre – sei es die erfolgreiche politische Transition Tunesiens oder der Bürgerkrieg in Libyen – wenig geändert hat: Jugendarbeitslosigkeit, mangelnde persönliche Perspektiven und geringe politische Repräsentanz für ihre Anliegen hemmen die Entfaltungsmöglichkeiten von jungen Menschen.
Viele der jungen „Revolutionäre“ haben sich enttäuscht wieder aus der Politik zurückgezogen oder sich andere Orte, Formen und Ausdruckmöglichkeiten gesucht, um ihre politischen Forderungen und ihren Unmut über die herrschenden Verhältnisse zu artikulieren.
Wo sind die jungen „Revolutionäre“ von 2011 geblieben? Inwiefern hat sich ihre gesellschaftliche Teilhabe verbessert? Welche Auswege und Ausdrucksmöglichkeiten suchen sich junge Menschen in Ägypten, Libyen und Tunesien heute? Wie steht es um das zivilgesellschaftliche Engagement in beiden Ländern? Und nicht zuletzt: Wie unterscheiden sich die aktuellen Situationen in den drei Ländern im Hinblick auf die politische Partizipation und Repräsentation von jungen Menschen und besonders von jungen Frauen?

Für mögliche Antworten auf diese Fragen sind Sie zur Diskussionsveranstaltuung „Yallah! Jugend und politische Teilhabe in Nordafrika Wissenschaft trifft Praxis“ herzlich eingeladen.

Zeit: Mittwoch, 25. März, 19:30 – 21:30 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Diskutanten:
Dr. Lina Ben Mhenni,
Dozentin für Linguistik an der Universität Tunis; Politische Bloggerin und Internetaktivistin,Tunesien
Dr. Alaa Murabit,
Gründerin und Vorsitzende von The Voice of Libyan Women (VLW), Libyen
Dr. Nadine Abdalla,
Politikwissenschaftlerin, Kolumnistin und Mitglied des Exekutivbüros der Bewegung Al-Binaa „, Ägypten
Carolina Silveira,
Politikwissenschaftlerin, Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin
Anna Lührmann,
Politikwissenschaftlerin, Berlin Graduate School of Social Sciences (BGSS), Humboldt-Universität zu Berlin
Moderation: Dr. Isabel Schäfer
, Politikwissenschaftlerin, Dozentin am Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin, Leiterin Projekt „Mittelmeer Institut Berlin (MIB)“
Sprache: 
Englisch/Deutsch mit Simultanübersetzung
Information:  birk@boell.de, +49(0)285 34 -319

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Projekt „Mittelmeer Institut Berlin (MIB)“, angesiedelt am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin (www.mib.hu-berlin.de), und der Zeitschrift „Berliner Debatte Initial“ (www.berlinerdebatte.de).

 Flyer MIB Böll Veranstaltung 25-3-2015

 

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