„IsLove – Begehren und Sexualität im Islam“ am 08.07.2015 in Leipzig

In der postkolonialen arabischsprachigen Welt sind WissenschaftlerInnen – etwa im Bereich der Gender Studies – und AktivistInnen mit der Herausforderung konfrontiert, in anderssprachigen (besonders anglophonen) Kontexten produziertes Wissen zugänglich zu machen, und zeitgleich die spezifischen Erfordernisse lokaler Kämpfe zu berücksichtigen.
Im Vortrag wird diese “double task” (Mehrez) anhand dessen, was als sexual harassment/taḥarruš ǧinsī konzeptionalisiert wird, untersucht.
Da Übersetzung hier nicht als die schiere Übertragung von Informationen, sondern vielmehr als “process of meaning construction” (Spivak) verstanden wird, zieht die Übersetzung von sexual harassment die Übersetzung eines kulturell spezifischen, semantischen Feldes nach sich.
Im Vortrag wird die Genaologie von taḥarruš ǧinsī in der arabischsprachigen Welt und in Ägypten hinsichtlich der US-amerikanischen feministischen Bewegung, arabischer Diskurse und UN-Resolutionen skizziert.
Im Mittelpunkt des Vortrages steht dann die Adaption von sexual harassment/taḥarruš ǧinsī im Kontext des Kampfes gegen sexuelle Gewalt in Kairo, und dessen Transformation im Zuge der ägyptischen Aufstände.

Zeit: Mittwoch, der 8. Juli, 19 Uhr
Ort: Vortragssaal der Universitätsbibliothek Albertina
Mehr Informationen: https://www.facebook.com/events/811160472288015/

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