Archiv der Aktivitäten des internationalen Netzwerks

Hier finden Sie vergangene Aktivitäten des internationalen Netzwerks der Anna Lindh Foundation.

Die Anna-Lindh-Stiftung begrüßt im Oktober 2011 Libyen als neues Mitglied: (von links nach rechts): Jean-Pierre Goor, Fondation Roi Baudouin, Leiter des belgischen Netzwerks; Ibrahim Al Ali Alklami, Rechtsanwalt und Menschenrechtsaktivist aus Libyen, Michele Capasso, Präsident der Fondazione Mediterraneo und Leiter des italienischen Netzwerks. Pawel Mazur/©ICC Kraków 2011In Reaktion auf die Umbrüche in Tunesien und Ägypten förderte die Stiftung junge arabische Aktivistinnen und Aktivisten, die in ihren Ländern Reformen voranbringen möchten. Es fanden dazu Trainingsseminare in Kairo („Regionales Trainingsseminar zum interkulturellen Dialog und sozialen Wandel“) und in Tunis („The Anna Lindh Exchange, a Euro-Mediterranean encounter for exchange and debate on citizenship and intercultural dialogue“), beide im Juni 2011 statt. Für Teilnehmer aus beiden Ländern wurden darüber hinaus Reisekosten für die Teilnahme an relevanten Veranstaltungen in Europa oder Besucherreisen finanziert.

2010 waren „Migration und Diversität“ Schwerpunkte der Stiftung. Unter anderem fand am Goethe-Institut in München vom 10. bis 13. Februar eine Konferenz als Vorbereitung des Anna-Lindh-Forums 2010 zum Thema „Cities, Migrants and Diversity: Valuing Diversity, Understanding Migration“ mit 60 Expertinnen und Experten aus 28 Ländern statt.

2007 tagte in Berlin das vom Goethe-Institut, dem Auswärtigen Amt, der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa und der Anna-Lindh-Stiftung veranstaltete Euromediterrane Jugendparlament, das zum ersten Mal junge Erwachsene aus allen Ländern der euro-mediterranen Partnerschaft zu gemeinsamen Debatten zusammen brachte.

Übergabe des  Euro-Med Dialogue Award 2011 („Dialogue for Citizenship and Freedom“) am 22. Oktober 2011 in Krakau an die ägyptische Nicht-Regierungsorganisation „Development No Border“: Michele Capasso, Präsident der Fondazione Mediterraneo und Leiter des italienischen Netzwerks; Andreu Claret, Exekutivdirektor der Anna-Lindh-Stiftung; Monika Smolen, Unterstaatssekretärin im polnischen Ministerium für Kultur und nationales Erbe; Dr. Amr Shaaban, Präsident von „Development No Borders“ und Professor Jacek Purchla, Direktor des International Cultural Centre, Krakau. Pawel Mazur/©ICC Kraków 2011Internationale Preise: Die Anna-Lindh-Stiftung vergibt jährlich zwei Preise, den „Anna Lindh Mediterranean Journalist Award“ und den “Euro-Med Award for the Dialogue between Cultures”. Netzwerkmitglieder dürfen Kandidaten nominieren. Gewinner des Journalist Awards waren 2010 Sarfraz Mansoor (Großbritannien), Dalia Ziada (Ägypten), Aly Al-Gohine (Ägypten), Pierre Mari (Frankreich) und Izhar Beer (Israel). Der Dialog-Award wurde an ECOPEACE Friends of the Earth Middle East vergeben, eine zivilgesellschaftliche Organisation, die gemeinsam von Umwelt-Aktivisten in Jordanien, Israel und Palästina gegründet wurde.

Die Leiter und Leiterinnen der Netzwerke von Dänemark, Ägypten, Estland, Frankreich und Griechenland (von links nach rechts) beim jährlichen Treffen der Netzwerkleiter. Pawel Mazur/©ICC Kraków 2011Das Anna-Lindh-Forum im April 2010 in Barcelona war die erste Großveranstaltung des gesamten Netzwerks der Stiftung. Sie brachte über 1.000 Mitgliedsorganisationen zusammen und wurde auch auf der politischen Ebene wahrgenommen, was die Stiftung dem Ziel näher brachte, die Rolle der nationalen Netzwerke weiter zu stärken und den interkulturellen Dialog auf der EuroMed-Agenda zu verankern. Das zweite Anna-Lindh-Forum ist für 2012 in Istanbul geplant.

Im September 2010 wurde erstmalig der „Anna-Lindh-Report on Intercultural Trends“ auf Grundlage von Meinungsumfragen veröffentlicht. Der Anna-Lindh-Report wird in Folge in dreijährigem Abstand herausgegeben. Für den ersten Report wurden 13.000 Personen aus 13 Staaten (darunter Deutschland) vom Gallup-Institut nach ihren interkulturellen Einstellungen und Werten befragt. Zum ersten Mal wurden diese Fragestellungen in dieser Breite untersucht und damit auf eine empirische Grundlage gestellt. Ergänzt wird die quantitative Untersuchung durch Analysen von Experten und Good-practice-Beispielen. Der Report wurde am 15. September in Brüssel vorgestellt. Am 20. September organisierte das Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale des Karlsruher Instituts für Technologie in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe und dem Badischen Landesmuseum für das deutsche Netzwerk eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Bericht in Karlsruhe, bei der Gianluca Solera (Anna-Lindh-Stiftung, Alexandria), Dr. Sonja Hegasy (Zentrum Moderner Orient, Berlin) und Ayse Özbabacan (Stabsstelle für Integrationspolitik der Stadt Stuttgart) sprachen.

Präsentation und Diskussion des Anna-Lindh-Reports in Karlsruhe am 20. September 2010 (von links nach rechts): Gianluca Solera (Anna-Lindh-Stiftung), Dr. Sonja Hegasy (Zentrum Moderner Orient), Anna Koktsidou (SWR), Ayse Özbabacan (Stabstelle für Integrationspolitik der Stadt Stuttgart), Foto: Felix Grünschloß
Zu den überraschenden Ergebnissen des Reports zählt, dass unter allen befragten Ländern das Interesse an Kultur und Lebensweise der südlichen/östlichen Mittelmeeranrainer am größten in Deutschland ist. Die Befragten lassen viele gemeinsame Werte im Mittelmeerraum erkennen; gleichzeitig sind die Erwartungen an die Union für den Mittelmeerraum groß. Allerdings zeigt der Report auch auf, dass es trotz zunehmender Interaktion und der Existenz gemeinsamer Werte eine beachtliche Kluft in der gegenseitigen Wahrnehmung gibt. Als Fazit kann man eher von einem „clash of ignorance“ statt vom Zusammenprall der Kulturen sprechen. Generell wurde die Bedeutung einzelner Werte in anderen Kulturen über- oder unterschätzt.

Zum Download des Reports: www.euromedalex.org/trends/report/2010/main

Die Stiftung arbeitet in Dreijahres-Phasen. Das Programm für die nächste Dreijahresphase 2012–2014 wird Ende März 2012 genehmigt. Weitere Aktivitäten, wie zum Beispiel ein Programm zur Förderung von Studien zu Übersetzungen, zur Förderung von arabischer Kinderliteratur, zum Training von Lehrern etc. finden Sie auf der Website (www.euromedalex.org) der Stiftung.

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