Unsere Mitglieder und ihre Projekte

Uprooted – Geschichte(n) geraubter Kinder im Zweiten Weltkrieg

Ein Projekt der Kreisau-Initiative e.V.

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Das Forschungs- und Bildungsprojekt beschäftigt sich mit Kindern, die während des Zweiten Weltkriegs aus Polen, Tschechien, der Ukraine und anderen Ländern nach Deutschland entführt und dort zwangsarisiert wurden. Ihr Schicksal ist bis heute nahezu unbekannt und viele der damaligen Kinder kennen nach wie vor ihre Wurzeln nicht.

Durch die Beschäftigung mit der Geschichte dieser zwangsweise verschleppten und entwurzelten Kinder sollen vor allem Jugendliche zu einer Auseinandersetzung mit der rassistischen und menschenverachtenden Ideologie des Nationalsozialismus angeregt werden. Darüber hinaus soll das Projekt die große Bedeutung von Kinderrechten hervorheben.

Ein wichtiger Teil des Projekts sind Workshops an Schulen, in denen Jugendliche sich mit Biographien von geraubten Kindern auseinandersetzen und sich, um den Bogen zu schließen, mit aktuellen Kinderrechtsverletzungen auseinandersetzen.

Ab Oktober 2022 wird es eine Lernplattform geben, die sich an Lehrkräfte und Trainer*innen richtet, die mit Jugendlichen die Geschichte der geraubten Kinder sowie Kinderrechtsverletzungen heute thematisieren möchten. Dort werden ihnen vielfältige Lernmaterialien zur Verfügung stehen: von Unterrichtsplänen über einen Zeitstrahl bis hin zu Videos und Podcasts.

Als Grundlage für die Erstellung der Lernmaterialien dienten wissenschaftliche Beiträge, die von Expert*innen aus allen vier beteiligten Ländern verfasst wurden und die Geschichte der geraubten Kinder aus der jeweiligen Länderperspektive darstellen. Sie sind hier verfügbar: https://www.kreisau.de/aktuell/historische-essays-zum-thema-geraubte-kinder/

„Uprooted – Geschichte(n) geraubter Kinder im Zweiten Weltkrieg“ wird von der Kreisau-Initiative geleitet und in Zusammenarbeit mit den Organisationen Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung (Polen), Post Bellum (Tschechien) und Tolerspace (Ukraine) 2022 durchgeführt. Es wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.

Webseite des Projekts: https://www.kreisau.de/bildungsarbeit/zeitgeschichte-menschenrechte/uprooted/

CANDID Foundation

Sitz des Vereins in Berlin

Die Candid Foundation gGmbH ist ein junger gemeinnütziger und unabhängiger Think-and-Do-Tank zur FörCandid Conferencederung internationaler und interkultureller Beziehungen. Sie entwickelt und führt innovative Projekte durch: in Europa, den Mittelmeerländern, Nahost, Nordafrika und der Kaukasus-Region. Schwerpunkte der Candid Foundation sind Medien, angewandte Forschung, innovative Dialog- und Mediationsformate, Konferenzen, die Förderung zivilgesellschaftlicher Akteure und sozialen Unternehmertums. Flaggschiff der Projekte der Candid Foundation ist das Nahost-Magazin zenith.

Die Gründerinnen und Gründer der Candid Foundation entstammen dem zenith-Netzwerk: Sie sind Medienschaffende, Wissenschaftler und Social Entrepreneurs, darunter der Politologe und Dschihadismus-Forscher Dr. Asiem El-Difraoui, der Nahost-Experte und zenith-Chefredakteur Daniel Gerlach und der Yale-Fellow und Gründer des weltweit größten arabischen Debatten-Forums, Belabbes Benkredda. Im Kuratorium der Candid Foundation vertreten sind international renommierte Nahost-Spezialisten wie Prof. Gilles Kepel (IEP Paris), Prof. Udo Steinbach,  die Islamwissenschaftlerin Inna Rudolf (King’s College), der Ökonom und Organisationsforscher Prof. Ayad al-Ani, der Schweizer Unternehmer Heinz M. Buhofer sowie der Nahost-Experte der Bertelsmann Stiftung, Christian P. Hanelt.

Die Candid Foundation finanziert sich durch private Zuwendungen und Projektmittel internationaler, öffentlicher und privater Geber. Darüber hinaus betreibt sie einen wirtschaftlichen Betrieb, um Mittel zur nachhaltigen Eigenfinanzierung zu generieren. Geschäftsführer der Candid Foundation gGmbH sind Daniel Gerlach und Jörg Schäffer. Candid-Mitgründer treten regelmäßig als Experten in internationalen Nachrichten und Talk-Shows auf.

Ausgewählte und aktuelle Projekte:

Das Nahost-Magazin zenith

Das führende deutsche Medium zum Nahen Osten und der muslimischen Welt wird seit 2015 von der Candid Foundation herausgeben und inhaltlich und gestalterisch verantwortet. Ein globales Netz aus Medienschaffenden und Fachleuten berichtet dort vorausschauend und hintergründig. zenith behandelt aktuelle Themen aus einer Vielzahl von Perspektiven. Es lenkt den Blick auf Themen, die in den Tagesnachrichten und im Rauschen der Sozialen Netzwerke zu kurz kommen. Damit leistet zenith auch einen Beitrag zur Versachlichung des Diskurses – denn Der Nahe Osten rückt zwar immer näher, ist aber vielen Menschen in Europa noch immer fremd. Die Plattform zenith.me bietet auch Partnerorganisationen, die die Ziele von Candid teilen, die Möglichkeit, ihre Arbeit dort medial aufzuarbeiten und zu kuratieren. Die Online-Plattform, über welche die zenith-Community interagiert, ist verfügbar in Deutsch, Englisch und Arabisch.

zenith-Fotopreis »Islam in Europa«

Um die virulente, oft von Stereotypen und Polarisierung getriebene »Islam-Debatte« in den Medien mit der empfundenen Realität junger Europäer abzugleichen, richtete die Candid Foundation zuletzt 2017 gemeinsam mit der Stiftung Mercator den europaweiten zenith-Fotopreis aus – mit einer hochkarätigen Jury europäischer Medienmacher und Journalisten. Das Projekt, dem zwei zenith-Fotopreise zum Thema »Islam in Deutschland« vorausgingen, dokumentiert so auch den Wandel der Wahrnehmung und Perspektiven.

zenithFotopreis

Dolma Diaries

Wie geht man einen festgefahrenen Konflikt zwischen Staaten und Gesellschaften mit Humor an? Gemeinsam mit Partnern in Georgien, Aserbaidschan und Armenien hat die Candid Foundation die Comedy-Serie »Dolma Diaries« entwickelt: ein fiktionales Abenteuer, in dem junge Menschen aus verfeindeten Staaten Vorurteile hinterfragen – oder einfach gemeinsam darüber lachen. Die Entwicklung des Drehbuchs wurde vom Auswärtigen Amt gefördert.

Local Libya

Dialog durch Medien: Nicht nur der Außenwelt gelingt es kaum noch, sich ein unverstelltes Bild von der Realität im Bürgerkriegsland zu machen. Auch zwischen den Regionen Libyens findet kaum noch ein Austausch von Informationen statt. Die Projekt-Teilnehmer von Local Libya stammen aus den verschiedenen Landesteilen und leben dort. Sie berichten, wie die Gemeinschaft in den Kommunen funktioniert und zivilgesellschaftliche Initiativen anpacken, um dem Krieg etwas entgegensetzen: ob mit Sport, Literatur, Naturschutz, Galerien. Auf der Plattform Local Libya tauschen sie nicht nur Nachrichten aus, sie entwickeln auch gemeinsame Narrative und treten ein in einen Dialog der Zivilgesellschaften.

zenithTalk

zenithTalkGemeinsam mit Partnern wie der BMW Stiftung schafft der zenithTalk ein multimediales Forum für diejenigen, die die Gesellschaften südlich des Mittelmeers verändern wollen: Durch gute Ideen und Innovationen, kritische Gedanken und – vor allem – persönliche Erfahrungen, Berichten von Erfolgen, vom Scheitern und Wiederaufstehen und werden so zu Vorbilder, inspirieren andere und machen Mut.

Weitere Projekte unter candid-foundation.org.
Kontakt:Candid
E-Mail: berlin@candid-foundation.org
Telefon: +4930398351880

Fotos: Candid Foundation gGmbH