Unsere Mitglieder stellen sich vor

Mitgliedervorstellung im Oktober:

heimaten e.V. – Netz für Chancengerechtigkeit, Sitz des Vereins in München

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben“. Dieses Zitat, das Albert Einstein zugeschrieben wird, bestimmt die Ausrichtung der bei heimaten e.V. engagierten Bürgerinnen und Bürger. heimaten e.V. ist ein gemeinnütziger und ehrenamtlich tätiger Verein. Menschenrechtsarbeit, interkultureller Dialog und Netzwerkarbeit stehen neben Jugendprojekten im Mittelpunkt.

Der Verein wurde Anfang 2009 in München von einheimischen und zugewanderten Menschen gegründet, die in verschiedenen Berufsfeldern tätig sind. Die Gründerinnen und Gründer einte der Wunsch, sich für eine solidarische Welt einzusetzen.

Gemeinsam aktiv für eine gerechtere und lebenswerte Welt_heimaten e.V.
Gemeinsam aktiv für eine gerechtere und lebenswerte Welt, ©heimaten e.V.

heimaten e.V. setzt sich dafür ein, dass Menschenrechte auch für Geflüchtete gelten. Dazu werden regelmäßig Veranstaltungen zum Tag der Menschenrechte organisiert. Gesellschaftliche und politische Teilhabe basiert auf Wissen und Handlungskompetenzen. Die politische Bildungsarbeit dazu findet in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie Kochel statt. Im Jungen Bündnis für Geflüchtete München, bei dem die heimaten-Jugend Mitglied ist, wird das Wissen praktisch umgesetzt.
Ziel von heimaten e.V. ist, junge Migrantinnen und Migranten, insbesondere junge Menschen mit Fluchtgeschichte, bei ihrem Weg in die Gesellschaft und damit in eine bessere Zukunft zu unterstützen – dabei sind zwei Dinge wichtig:
• ihnen zu helfen, für sich selbst Perspektiven zu finden. Dies heißt vor allem, einen schulischen Abschluss und eine fundierte Ausbildung zu absolvieren. Dies hilft dem Einzelnen wie auch der Gesellschaft bei der Bewältigung der Probleme, die durch den demographischen Wandel entstehen
• sie dazu zu befähigen und ermutigen, sich gesellschaftlich und politisch zu engagieren wie auch sich für andere einzusetzen und damit selbst ehrenamtlich tätig zu sein – was für eine solidarische, demokratische und offene Gesellschaft unabdingbar ist

Projektbeispiele

Yallah - Gemeinsam Aktiv! _heimaten e.V.Yallah Gemeinsam Aktiv! ©heimaten e.V.

„Yallah – Junge Flüchtlinge aktiv!“. Die Idee dabei: wer schon länger in Deutschland ist und bereits mehr Wissen, mehr Deutschkenntnisse und mehr Kontakte in die hiesige Gesellschaft hat, hilft neu ankommenden jungen Migranten sich besser zurechtzufinden. Dabei erhalten sie Unterstützung durch engagierte Bürgerinnen und Bürger. Sie selbst können ihr Wissen und ihre Deutschkenntnisse erweitern, aber auch ihre Herkunftssprachen einsetzen, indem sie nicht nur wörtlich sondern auch „kulturell“ übersetzen.
Nachhaltigkeit ist ein Thema, das uns alle angeht – egal wo auf der Welt. In Kooperation mit anderen Organisationen geht es um die eigene Zukunft, aber auch um die unseres Planeten. heimaten e.V. hat deshalb das Projekt „Nachhaltig Wirtschaften – Berufsfindung im Bereich Neuer Energien“ entwickelt und bereits mehrfach durchgeführt.
Bei heimaten e.V. lernen junge Menschen mit Fluchtgeschichte, sich für ihre eigenen Belange einzusetzen. „Global denken – lokal handeln. Gesellschaftliche und politische Partizipation“ ist ein Seminarkonzept, das sich an Menschen mit Fluchtgeschichte wendet und seit 2015 in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie Kochel umgesetzt wird.

Gesellschaftliche und politische Partizipation der heimaten-Jugend - gemeinsam mit dem Jungen Bündnis für Geflüchtete in München_heimaten e.V.Gesellschaftliche und politische Partizipation der heimaten-Jugend gemeinsam mit dem Jungen Bündnis für Geflüchtete in München ©heimaten e.V.

Aus der Projektarbeit ist eine aktive Jugendorganisation junger Geflüchteter aus Syrien, Irak, Afganistan, Eritrea, Senegal und verschiedener anderer Länder entstanden. 2013 ist die Jugendorganisation heimaten-Jugend als Jugendverband vom Bayerischen Jugendring anerkannt und als Mitglied im KJR München-Stadt aufgenommen worden. Damit sind die jungen Menschen dem Ziel näher gekommen, auf gleicher Augenhöhe mit Einheimischen agieren zu können.

Das Engagement von heimaten e.V. wurde bereits mehrfach gewürdigt. So hat der Bayer. Landtag zusammen mit dem Bayerischen Integrationsrat den 2013 erstmalig ausgeschriebenen Integrationspreis an den Verein verliehen. Die heimaten-Jugend wurde mit dem Mosaik-Jugendpreis gegen (Alltags-)Rassismus und Diskriminierung ausgezeichnet, der jährlich in Erinnerung an die Mordopfer des NSU vergeben wird. Das BfDT Bündnis für Demokratie und Toleranz findet die Arbeit ebenso preiswürdig.
„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt“. Dieses Zitat von Mohandas Karamchand Gandhi ist Leitspruch für das Engagement von heimaten e.V. und der heimaten-Jugend.
Wer heimaten e.V. und seine Ziele kennen lernen oder durch eine Spende unterstützen möchte, findet weitere Informationen unter http://www.heimaten.de oder schreibt an info@heimaten.de

 

Mitgliedervorstellung im September:

Ibn Rushd Fund e.V., Sitz des Vereins in Berlin

Der Ibn Rushd Fund e.V. ist ein Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit, der sich dem Freien Denken in der arabischen Welt (aber nicht nur dort) verschreibt. Um dieses zu fördern, verleihen wir den Ibn Rushd Preis, einen Bürgerpreis der sich ausschließlich aus den Beiträgen und Spenden unserer Mitglieder finanziert. In diesem Jahr wählten die Mitglieder unter den vorgeschlagenen Themen das der ‚Korruption‘ aus – gesucht wird also derzeit jemand aus der arabischen Welt, der oder die sich verdient gemacht hat um die Bekämpfung der Korruption dort, derzeit sichtet die Jury die Nominierungen.

Zudem veranstalten wir die Ibn Rushd Lectures, die sich im weitesten Sinne mit der arabischen Welt und Europa befassen, die letzte war eine Kooperationsveranstaltung mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, es diskutierten PD Elham Manea und Prof Susanne Schröter zum Thema The Arab State and Women Rights: The Trap of Authoritarian Governance.

© Ibn Rushd Fund e.V

Schließlich wäre da noch der philosophische Salon Diwan al-Falsafa, bei dem ein gemischtes Publikum zu aktuellen Themen mit Bezug auf die arabische Welt diskutiert – als nächste Themen stehen ‚Islam, Individuum und orientalische Kultur (in arabischer Sprache, Einleitender Beitrag von Prof Adel Mtimet) sowie ‚Integration‘ (Englisch und Deutsch als Hauptsprachen, Beiträge in arabischer Sprache sind möglich; einleitende Worte von Dr Housammeden Darwish und Dr Salam Said). Seit kurzem findet ein Diwan al-Falsafa auch in Ramallha statt, organisiert von unseren dortigen Mitgliedern.

Im Rahmen unserer Möglichkeiten machen wir auch Projekte oder Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Organisationen, so zB ein Benefizkonzert für Bildungsprojekte für Kinder in Flüchtlingslagern (Sommer 2015), und eine Gedenkveranstaltung im Berliner Roten Rathaus für den großen syrischen Philosophen Sadiq Jalal Al-Azm im Februar 2017.

© Cora Josting

Vorstandsvorsitzende des Vereins ist Cora Josting. Sie studierte Literatur- und Kulturwissenschaften, lebte in New York, Beaune (Frankreich), Berlin und Leipzig. Seit 1993 ist sie Mitglied einer palästinensischen Familie und seit 1998 Mitbegründerin des Ibn Rushd Fonds für Gedankenfreiheit. Cora Josting arbeitet als Schriftstellerin und Übersetzerin, konzipiert und koordiniert kulturelle und pädagogische Projekte und organisiert Konzertreisen für Chöre und Orchester in Europa.
Wer den Ibn Rushd Fund und seine Ziele näher kennenlernen oder durch eine Fördermitgliedschaft oder eine Spende unterstützen möchte, findet weitere Informationen unter http://www.ibn-rushd.org oder schreibt an contact@ibn-rushd.org

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