Über uns

Die Schaffung einer euro-mediterranen Stiftung für den Dialog der Kulturen wurde im April 2002 im im Rahmen des so genannten Barcelona-Prozesses beschlossen. Die daraus entstandene „Euro-mediterrane Anna-Lindh-Stiftung für den Dialog zwischen den Kulturen“ (ALS) wurde am 20. April 2005 gegründet

Die Stiftung trägt den Namen der verstorbenen schwedischen Außenministerin, die sich in besonderer Weise für den interkulturellen Dialog in Form direkter Begegnungen von Menschen eingesetzt hatte.

Die Anna Lindh-Stiftung ist die erste gemeinsame Institution im Rahmen des Barcelona-Prozesses, dem mittlerweile 43 Mitgliedstaaten angehören (EU-Staaten und südliche Mittelmeer-Anrainer. Die Stiftung unterhält ein Sekretariat in Alexandria/Ägypten in den Räumlichkeiten der Bibliotheca Alexandrina und des Schwedischen Kulturinstituts (http://www.euromedalex.org).

Ziele der Stiftung sind die Förderung von interkulturellen Begegnungen im Rahmen konkreter Projekte aus den Bereichen Kultur und Bildung, die institutionelle Beteiligung an entsprechend geeigneten Veranstaltungen und die regelmäßige Unterrichtung der interessierten Öffentlichkeit über Themen im Rahmen des dritten Kapitels des Barcelona-Prozesses (Kultur, Medien & menschlicher Austausch).

Die Arbeit der Stiftung stützt sich auf ein „Netzwerk der Netzwerke“, das in jedem Mitgliedstaat von einer koordinierenden Organisation getragen wird (in Deutschland: das Goethe Institut). Die Bundesregierung gewährt der Stiftung im Jahr 2008 wie 2009 eine unmittelbare finanzielle Unterstützung in Höhe von 400.000 € und gehört damit zu den größten Beitragszahlern (an der Spitze steht die EU-Kommission).

Die Stiftung wurde in ihrer Gründungsphase von dem deutschen Exekutivdirektor Dr. Traugott Schoefthaler geleitet (zuvor Leiter der Deutschen UNESCO-Kommission). An der Spitze der Stiftung steht seit Anfang März 2008 erstmals ein Präsident. Es handelt sich um den Berater des marokkanischen Königs, Herrn André Azoulay. Der Posten des Exekutivdirektors wird zur Zeit neu besetzt. Politisch gesteuert wird die Stiftung von einem „Gouverneursrat“, der sich bis auf Weiteres aus den Hohen Beamten des Euromed-Komitees zusammensetzt. Daneben gibt es noch ein beratendes Expertengremium.

2005 erhielt das Goethe-Institut vom Auswärtigen Amt den Auftrag, ein deutsches Netzwerk der Anna Lindh Stiftung aufzubauen. Dies ist mittlerweile erfolgreich in die Tat umgesetzt worden. Das deutsche Netzwerk der Anna Lindh Stiftung umfasst zur Zeit mehr als 123 Mitglieder, zu denen die Mittlerorganisationen der Außenkulturpolitik, politische Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen und kleinere Vereine, Vertreter von Universitäten, Kommunen und Kirchen und Einzelpersonen gehören.

Jährlich gibt es zwei Treffen der deutschen Netzwerkmitglieder, das nächste findet am 5. und 6. März 2012 in Berlin statt.

Im Frühjahr 2009 wurde zum ersten mal ein übergreifendes „Netzwerkprojekt“ durchgeführt: die Arabische Filmwoche, welche in fünf Städten aufgeführt wurde.

Im Frühjahr 2011 folgte darauf die gemeinsame Verantsaltungsreihe „Mittelmeer vor Ort“.

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